Wieder Dahoam

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Wieder zuhause!

Ich weiß immer noch nicht so richtig, was ich von Island halten soll. Auf der einen Seite ist es ein sehr interessantes Land, auf der anderen Seite habe ich mich oft gefragt, warum ich nicht total glücklich war.
Okay, das Wetter war wirklich Mist. Wir sind durch Wolken gefahren, sie haben uns die Aussicht geraubt und immer wieder haben sie auf meine Stimmung gedrückt, weil sie einfach so tiefhängend waren.
Die wenigen Isländer auf die wir getroffen sind, waren alle wirklich wunderbar. Ich glaube, dass sind ganz besondere Menschen!
Die Landschaft war insgesamt viel karger, als ich mir das vorher vorgestellt habe. Keine Bäume, kaum Tiere und oft hat man das Gefühl auf dem Mond spazieren zu fahren oder zu gehen.
Das hat auf der einen Seite etwas sehr faszinierendes, auf der anderen Seite ist es auch oft eintönig. Ich mag ja das Karge, aber manchmal war es mir dann echt zu karg.
Trotzdem, ich will da nochmal hin. Der Winter muss dort ja wirklich interessant sein. Diese Nordlichter muss ich unbedingt auch nochmal erleben.

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Aber wenn ich mir unsere IMG_5446ganzen Selfies anschaue, dann sehen wir doch eigentlich ganz glücklich aus!

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Demnächst wieder mehr!

Island, Tag 5 + 6

Jetzt bin ich schon wieder zuhause, aber ich will euch natürlich nicht hat vorenthalten, was ich noch so fotografiert habe. In den nächsten Tagen gibt es dann auch noch ein Resümee, im Moment bin ich einfach zu platt dafür! Wir haben die letzte Nacht durchgemacht, weil unser Flieger schon morgens um 6 ging und jetzt merke ich gerade leider, dass ich nicht mehr 20 bin! Viel Spaß mit meinen Fotos!
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Island, Tag 4

Heute haben wir uns Reykjavik angeschaut und danach sind wir in der Blauen Lagune abgetaucht.
Beides sehr touristisch, aber auch ein Erlebnis.
Die Stadt ist viel hügeliger, als ich sie mir vorgestellt habe. Und die ganzen süßen Häuser, von denen ich angenommen hatte, dass sie aus Holz gebaut sind, haben Wellblechwände. Gegessen haben wir das erste Mal richtig anständig. Kein Fish and Chips sondern ein ganzes Menü in der Apotek, einem netten Restaurant im Herzen von Reykjavik.
Die blaue Lagune hat ihrem Namen heute nicht ganz die Ehre erwiesen. Sie war nicht wirklich blau, sondern eher milchig weiß mit einem blauen Touch. Das lag aber sicher auch daran, dass wir natürlich mal wieder schlechtes Wetter hatten. Außerdem sind wir auch erst um 8 Uhr Abends baden gegangen und da herrschte hier schon wieder das Zwielicht, was auch jetzt noch (es ist inzwischen 2 Uhr morgens) der Umgebung einen unwirklichen Anschein gibt.
Die Umgebung der Blauen Lagune ist wieder eine Mondlandschaft und das Gelände liegt direkt neben einem großen Kraftwerk, das riesige Wolken produziert. Das veranlasste Tom auch dazu zu sagen, dass er sich wie ein Komparse in einem schlechten Science Fiction Fillm fühlen würde. Ging mir ähnlich. Trotzdem hat der Ausflug viel Spaß gemacht. Endlich mal wieder stundenlang in heißem Wasser baden! Ein Traum!
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Island, Tag 3

Sleepless in Iceland
Heute war ein merkwürdiger Tag. Nur schlechtes Wetter, tiefhängende Wolken und kaum Sonnenschein.
Jetzt - um Mitternacht - ist es zwar nicht dunkel, aber die Wolken sind jetzt um uns herum. Jegliche Aussicht ist weg und man hat das Gefühl, man befindet sich in einem anderen Universum.
Seltsames Land!
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Island, Tag 2

Heute gibt es Fotos!
Zwischen Mondspaziergang und Hobbitbehausung.

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Island, Tag 1

Komisch, ich bin verwirrt!
Draußen ist es hell, aber meine Uhr sagt mir, dass es schon kurz vor 12 ist. Mein Körper und auch mein Geist ist verwirrt!
Ich hätte nie damit gerechnet, dass mich die lange Tageszeit so aus dem Rhythmus bringt. Bei Thomas ist das auch so. Er verwechselt Jacken und Autos, wie komisch!
Es wird hier in Island überhaupt nicht richtig dunkel. Letzte Nacht hatte ich mir vorgenommen zu schauen, wann es denn richtig Nacht ist, aber selbst um 1.20 Uhr war es nur FAST Nacht.
Ich habe mal während der weißen Nächte in Sankt Petersburg gedreht, da war es ähnlich.
Heute waren wir Wasserfälle und schwarze Strände schauen.
Leider hat uns das gute Wetter auf halber Strecke verlassen. Wir sind dann frühzeitig umgekehrt und haben jetzt hier in den Highland gerade ein wirklich schlechtes Wetter erlebt.
Seltsam, wenn die Freunde zuhause von 20 Grad und Sonnenschein erzählen und man selbst bei 9 Grad im Nieselregen sitzt.
Und überhaupt: Wo sind die Elfen und Trolle???

Gestern am Flughafen

Ich hatte gestern ein wirklich lustiges Erlebnis auf dem Flughafen. Wenn ich das in einem meiner Bücher schreiben würde, dann hätte ich sicher sofort Kommentare, wie: Unglaubwürdig, Quatsch, viel zu übertrieben usw.
Am Münchener Flughafen gibt es vor dem Terminal 2 ein Brauhaus mit einem richtigen Biergarten. Da es so schön warm war und ich wie immer viel zu früh am Flughafen, wollte ich dort noch eine Kleinigkeit essen.
Nach kurzer Zeit setzte sich ein asiatisches Ehepaar neben mich und überschüttete mich mit Fragen. In ihrer Sprache. Ich vermutete, dass es koreanisch war, aber auf meine Nachfrage in Englisch und Französisch bekam ich keine Antwort. Die Beiden sprachen einfach weiter in ihrer Sprache.
Ich vermutete, dass es Fragen zum Essen waren, den sie zeigten ganz aufgeregt auf meine schon fast fertig gegessene Brezel. Hmm, wie soll man jemanden eine Weißwurst erklären, noch dazu wenn sie schon verspeist war? Etwas hilflos versuchte ich es nochmal mit Englisch, aber ich erntete nur Unverständnis.
Plötzlich sprang der Mann auf und verschwand. Nach ein paar Minuten war er wieder da und präsentierte mir ein unscharfes Foto von einem abgegessenen Teller. Sie waren wirklich Koreaner. Kennt ihr die Speisekarten von koreanischen Restaurants? Dort werden doch ganz oft Fotos von den Speisen gezeigt. Die Frau drückte mir die Speisekarte in die Hand und deutete immer wieder auf das unscharfe Foto. Ich verstand. Ich sollte identifizieren was das war und es ihr dann auf der Speisekarte zeigen. Bei einem abgegessenen Teller ist es ziemlich schwierig, zu erkennen, was das mal gewesen sein soll. Die übrig gebliebenen Knochen sahen nach Ente aus und auch ein Rest Rotkohl befand sich noch auf dem Teller.
Ich zeigte ihnen das Gericht in der Karte und beglückt bestellten sie ihr Gericht. Ähnlich verlief die Bestellung eines Weißbiers. Dabei wurde ich dann auch noch genötigt, den Begriff "Bier" in ihr Handy zu sprechen. Ich wusste die ganze Zeit nicht, ob nicht unfreiwillig ein Opfer von "Versteckter Kamera" geworden war und schwankte zwischen toll entnervt sein und das ganze lustig zu finden.
Als das Essen kam, dachte ich, dass sie nun hungrig darüber herfallen würden. Weit gefehlt. Es wurden unzählige Fotos gemacht und dann stand die Frau auf und verschwand. Der Mann schnitt sich unbeholfen ein Stück von der knusprigen Ente ab, um dann aber lieber doch wieder weiter zu fotografieren.
Nach fünf Minuten war auch die Frau wieder da, setzte sich und probierte einen Schluck Bier. Sie verzog das Gesicht und kreischte vor Lachen.
Das war dann der Zeitpunkt, an dem ich gehen musste. Ich konnte mich kaum noch halten vor Lachen.
Was für ein Wahnsinn, wie naiv. Ich glaube, ich würde mir in die Hose machen vor Angst, wenn ich in ein Land reisen würde, in dem ich weder eine Karte lesen könnte, noch mit irgendjemanden reden könnte. Vielleicht aber auch, finde ich mich doch in einer neuen Folge von "Versteckter Kamera" wieder.

Reise in die Vergangenheit

Ich bin aufgeregt, wie ein kleines Kind!
Am Wochenende fahren wir nach Südtirol, wo ich mich mit ein paar Autorenkollegen treffe. Ich freue mich schon sehr darauf, aber jetzt hat das Ganze noch etwas anderes nach sich gezogen.
Endlich treffe ich mal wieder den Regisseur, der mir das alles ermöglicht hat.
Genauer gesagt: Er hat mir das alles eingebrockt.
Nein, das war Spaß! Ich bin diesem Mann unendlich dankbar, auch wenn er mich viel leiden lassen hat, in der Zeit, in der wir zusammengearbeitet haben.
Es ist spannend. Inzwischen bin ich auch eine gestandene Regisseurin, aber nur mit ihm zu telefonieren, hat mich wieder in die alten Zeiten versetzt. Ein bisschen so, als wenn die Eltern zu Besuch kommen und man die Wohnung übertrieben ordentlich aufräumt, ihr kennt das sicher auch.
Ich bin so gespannt, es wird ein wirklich aufregendes Wochenende. Fotos und Eindrücke - coming soon!

Neulich beim Drehen

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Foto by Christof Arnold

Manchmal bekomme ich Besuch am Set. Das freut mich immer sehr!
Diesmal war es etwas Besonderes, denn der liebe Kurt hat sogar mitgespielt. Eine kleine, feine und sehr wichtige Rolle. Ich fand er hat das ganz hervorragend gemacht. Mehr darf ich an dieser Stelle noch nicht verraten.
Jetzt, im Frühling, haben wir mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Es ist zwar nicht mehr so eisig kalt, dafür tut sich jetzt plötzlich wieder sehr viel auf den Feldern. Bei diesem Dreh hatten wir das unglaubliche Pech, dass ein Bauer alle Felder um unseren Drehort herum "geodelt" hat. Hä?, wird der Städter sich jetzt fragen. Er hat die Felder mit Jauche beziehungsweise Gülle besprüht! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie das gestunken hat! Außerdem macht so ein Traktor natürlich auch Krach und so konnten wir nur hilflos zusehen, bis der Spuk endlich vorbei war. Der Gestank blieb leider noch lange Zeit danach.
Aber der Frühling hat auch sein Gutes. Endlich wird alles wieder grün und teilweise bunt. Ich liebe es, wenn der Weißdorn blüht oder die Kirsche. Selbst auf unserem Balkon ist es schon etwas bunt geworden.

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Buchmesse Leipzig 2017

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Leipziger Buchmesse.
Das war, vor vier Jahren die Messe, die mich angefixed hat. Ich wollte auch endlich mal als Autorin auf einer Messe sein. Inzwischen bin ich mit dem Autorensofa sehr gut vertreten, wir hatten tolle Messeauftritte in Frankfurt. Aber die Leipziger Buchmesse wird für mich immer etwas Besonderes bleiben.
In den letzten beiden Tagen bin ich mal wieder nach Leipzig gefahren. Schon die Fahrt an sich war ein Erlebnis. Heute durfte ich den Bahnhof Bitterfeld mit 200 anderen Reisenden kennenlernen. Keine S-Bahn wollte uns mitnehmen, weil sie zu überfüllt waren. Habe nette Menschen kennengelernt, mich das erste Mal wie ein Hering in einer Dose gefühlt und immer wieder gedacht: Hach, Leipzig.
Und dann war ich endlich da. Blogger, Autoren-Kollegen, Leser … Ein überwältigendes Gefühl.
Vor allem dieses Wissen, wir alle leben für Bücher, für die Geschichten, die uns entführen, die uns fesseln, die uns manchmal eine Lächeln auf das Gesicht zaubern, ab und zu ist es auch eine Träne oder mir läuft ein Schauern über den Rücken und ich grusele mich so sehr, aber lese trotzdem die ganze Nacht durch.
Bücher, Geschichten, eine Traumwelt - das ist Leipzig auch! Hach! Und die vielen Menschen um mich herum, die das gleiche denken und suchen.
Inzwischen habe ich 8 Bücher geschrieben und fühle mich ein bisschen angekommen in der Autorenwelt. Immer wieder freue ich mich, wenn mich jemand anspricht und fragt: Du bist doch die mit Hawaii? Ja, das bin ich, aber nicht nur.
Ich danke euch allen, es war mal wieder eine wunderschöne Messe! Hier sind noch ein paar Fotos!

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Hallo 2017!

Das Jahr ist erst 5 Tage alt und ich sehne mich schon nach dem Frühling! Dabei habe ich in den letzten Tagen ein wirklich schönes Winter-Deutschland erlebt. Vorgestern hatte ich Motivbesichtigung für meinen Außendreh beim Sturm der Liebe. Das war wirklich schön! Eine verschneite Voralpenlandschaft mit Sonne und guter Laune. Was will man mehr? Hoffentlich ist das auch in der nächsten Woche so!
Auch an der Buchfront gibt es Neuigkeiten. Ich fasse gerade meine beiden letzten Hawaii-Romane zu einem Sammelband zusammen. Meine Coverdesignerin Marie von Klaut Design hat mir einen wundervollen und sehr kitschigen Einband gebastelt. Ich bin sehr gespannt, ob ich dadurch neue Leserinnen neugierig machen kann.
Die Veröffentlichung von
Herzklopfen in Hawaii ist leider etwas suboptimal gelaufen. Vielleicht war der Zeitpunkt nicht gut, vielleicht das Cover zu düster, wer weiß … Allerdings habe ich großartige neue Testleser kennengelernt. Das war für mich ein wirklicher Glücksfall. Dadurch ist das Buch so viel besser geworden. Außerdem habe ich inzwischen so viele tolle Rezensionen, wie ich es noch nie zuvor für ein Buch von mir hatte. Das tut wirklich gut.
Hier noch, ganz exklusiv, das Cover für den Sammelband:
Und, wie gefällt es euch???
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Happy New Year!

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Neuer Rechner - neues Glück?
Ich frage mich gerade, was mir mein neuer Computer sagen will. Vor 20 Minuten hatte ich diesen Beitrag schon einmal begonnen, aber nach ein paar Minuten beschloss mein neuer Computer aktualisierte Software zu installieren und vernichtete meine bis dahin geschriebenen Worte. Hmm?

Ein neues Jahr ist der optimale Zeitpunkt für ganz viele Vorsätze. Wenn ich auf das alte Jahr zurückblicke, dann bin ich mir nicht so sicher, was ich anders oder besser machen möchte. All die schrecklichen Dinge, die in diesem Jahr passiert sind, lagen leider nicht in meiner Hand. Hätte ich etwas ändern können? Eher nicht.
Natürlich will man alles immer noch besser machen, aber ich habe mir dieses Jahr nichts Konkretes vorgenommen.
Bücher schreiben, viele, klar.
Drehen, klar.
Aber in erster Linie: Leben, lieben, genießen und glücklich sein!
Und vielleicht auch mehr an dieser Stelle schreiben.

In diesem Sinne: Bis bald!

Leseprobe exklusiv aus Herzklopfen in Hawaii

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Heute möchte ich das erste Kapitel meines neuen Buches hier einstellen.
Ich bin ganz aufgeregt.
Die Geschichte um Cody und Lynn geht weiter.
Ganz viele Leserinnen haben es nicht gut gefunden, wie das Buch geendet hat. Ich hoffe ihr seid jetzt zufrieden.
Hier also, das erste Kapitel aus: HERZKLOPFEN IN HAWAII

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Kapitel 1


Cody lehnte betont lässig seinen Arm aus dem heruntergelassenen Fenster des Pick-ups. „Bist du sicher, dass du mitkommen möchtest?“, fragte er und startete den Motor.
„Ja.“ Lynn nickte so bestimmt, dass ihre Locken auf und ab hüpften.
Er riss den Blick von ihren vollen Lippen los und konzentrierte sich auf die Straße. Aus Gründen, an die er nicht denken wollte, hatte er es lange vermieden, an die Westküste von Oahu zu fahren.
Lynn dagegen strahlte die Zuversicht aus, die ihm fehlte. Begeistert blickte sie aus dem Fenster, als ob sie die atemberaubende Landschaft zum ersten Mal sehen würde. Die dunkelgrünen, steil abfallenden Berge sahen heute bedrohlich aus. Zumindest kam es Cody so vor.
Je näher sie ihrem Ziel kamen, desto finsterer wurde seine Laune. „Wann hattest du eigentlich zuletzt einen schlechten Tag?“ Er musste sie das einfach fragen. Ihre unbekümmerte Fröhlichkeit ging ihm heute ein ganz kleines bisschen auf die Nerven.
„Ich kann mich nicht erinnern.“ Sie legte ihm die Hand auf den Oberschenkel und strahlte ihn an. „Seit ich dich kenne, sind alle Tage wundervoll. Hey, was ist los mit dir?“
Er verlangsamte das Tempo und setzte den Blinker, um auf den Highway aufzufahren. Cody hatte Mühe, seine Emotionen unter Kontrolle zu halten. Auf der einen Seite war er gerührt von Lynns Kompliment, auf der anderen Seite lag ihm der Besuch, den sie vor sich hatten, schwer im Magen. „Entschuldige, aber ich tue mich schwer damit, nach Waianae zu fahren. Irgendwie ruft das schlechte Erinnerungen in mir hervor.“
Er gab wieder Gas. Der H2 war um diese Zeit relativ leer. Nicht zu vergleichen mit anderen Tageszeiten, wenn die Pendler und die Touristen sich stapelten.
„Ich finde, deine Geschichte macht Mut.“ Der Fahrtwind wirbelte ihr die goldenen Locken wild um das Gesicht. „Du bist doch der beste Beweis, dass es auch anders kommen kann. Außerdem kenne ich niemanden, der so gut wie du genau dieses Gefühl vermitteln kann.“
„Ich habe jetzt schon dreimal mit Steves Vater gesprochen und immer wieder hat er einen Rückzieher gemacht. Das nennst du gutes Vermitteln?“
Sie sah ihn überrascht an. „Ja, aber eine Bar ist vielleicht auch nicht der richtige Ort, um darüber zu reden. Bist du so schlecht drauf, weil du vermutest, dass es nicht klappt?“
„Nein, natürlich nicht. Entschuldige.“
„Entschuldigung angenommen. Vergiss deine Vorahnungen und lassen wir es auf uns zukommen.“
„Ich weiß es nicht, aber es wäre naiv, die Möglichkeit auszuschließen.“ Cody konnte nicht länger mit seiner Meinung zurückhalten. „Der Mann ist Alkoholiker, schwer enttäuscht vom Leben. Wenn er Steve verbietet, zu uns zu ziehen, dann können wir nichts dagegen machen. Schließlich ist er sein Vater.“
Lynn holte tief Luft. „Aber warum sollte er das tun?“
„Ich weiß es auch nicht.“ Unwirsch schlug Cody auf das Lenkrad ein und nahm kaum wahr, dass Lynn zusammenzuckte. Er dachte an das letzte Treffen, von dem sie gerade gesprochen hatte. Er war sich wie ein Kinderhändler vorgekommen. Dabei wollte er doch nur das Beste für die Jungs.
Lynn hatte darauf bestanden, dass sie zu Anfang nur die vier Jugendlichen aufnahmen, die sie schon kannten. Es war ein langer Weg gewesen, die staatliche Erlaubnis zu bekommen, obdachlose Teenager bei sich aufzunehmen. Eigentlich hatten sie von allen Seiten nur allgemeines Kopfschütteln geerntet. „Wollt ihr euch das wirklich antun?“ „Gleich vier Teenager?“ „Wisst ihr überhaupt, auf was ihr euch da einlasst? Pubertierende Jungen leben in einem kompletten Gefühlschaos.“ Gebetsmühlenartig hatten sie bestätigt, dass sie das alles wussten, das Abenteuer mit allen Risiken aber eingehen wollten.
Gleichzeitig hatten sie das Surfcamp in eine anständige Unterkunft für die Jungs verwandelt. Da nun endlich alles fertig war, fehlten nur noch die Bewohner. Der Vater von Brian und die Eltern von Chin hatten sofort ihr Einverständnis gegeben. Keanu, der in einem Heim lebte, wenn er sich nicht auf der Straße herumtrieb, war sofort Feuer und Flamme gewesen. Nur Steves Vater zierte sich. Cody vermutete, dass er Geld aus der ganzen Sache herausschlagen wollte. Es lief ihm kalt den Rücken hinunter bei dem Gedanken, dass da ein Kind gegen Geld getauscht werden sollte.
„Wir schaffen das – zusammen.“ Lynn legte ihre Hand auf seinen Oberschenkel. Die Zuversicht, die sie verströmte, war einfach unglaublich.



Mallorca

Ich wollte ja noch was über unser Ferienhaus schreiben. Es war so schön, ich kann es ohne Zweifel weiterempfehlen.

weg

Einsam, aber gleichzeitig in der Nähe von einer Stadt. Ruhig, ohne Nachbarn, so war unser Ferienhaus. Die Inneneinrichtung eher schlicht, aber total ausreichend und vor allen Dingen sehr sauber.
Wir hatten einen wundervollen Blick zur einen Seite auf die Bucht von Alcudia und von der Dachterrasse aus, konnte man in eine weitere Bucht sehen. Hier herrschte die totale Ruhe, wir fühlten uns abgeschottet von dem turbulenten Leben um uns herum. Das war einfach herrlich.
Die Sitzplätze an unserem Häuschen waren so vielfältig, dass wir uns oft nicht entscheiden konnten, wo wir denn eigentlich sitzen wollten. Am Morgen habe ich mich meistens für den Platz s. u. entschieden. Die Hängematten waren der Knaller!
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